12 VERSPRECHEN, DIE ICH MIR FÜR DAS KOMMENDE JAHR GEGEBEN HABE.

1. Verfalle nicht der Routine.

Eine Routine kann nützlich sein, etwa als Orientierung oder um seinen Tag zu strukturieren. Aber sie kann auch Stillstand bedeuten. Halte dir immer eine kleine Lücke frei, die mit Unerwartetem gefüllt werden kann. Werde nicht zu festgefahren in deinen Tagesabläufen. Halte weiterhin nach Chancen und Herausforderungen Ausschau, die dich wachen lassen und dir dabei helfen, dich weiterzuentwickeln. Such dir Dinge, die dich aus deiner Komfortzone herauszerren. Hinaus in die große fremde Welt, hinein in das Chaos. Nur dort passiert das wahre Leben. Dort werden Geschichten, Wunder und Legenden geboren. Mach‘ dir die Welt zu deinem Spielplatz und lebe so oft du kannst am Rande des Wahnsinns.

2. Hab keine Angst vor Veränderung.

Du bist nicht der, der du mal warst. Und du bist noch nicht der, der du mal sein wirst. Du bist du. Jetzt gerade bist du nur du. Ich finde, das ist ein wunderbarer – und ziemlich beruhigender – Gedanke. Denn du kannst nichts planen im Leben. Wenn du dich umschaust, siehst du, dass alles anders ist als erwartet. Dass sich die Welt um uns herum stetig verändert – so wir selbst auch. Du darfst dich nicht der Illusion hingeben, die Kontrolle über dein Leben, über deine Begegnungen und deine Entscheidungen zu haben. Das hat niemand, denn letzten Endes kommt immer etwas dazwischen, was jeden noch so klugen Plan über den Haufen wirft. Etwas Unerwartetes, das uns anders abbiegen oder umdenken lässt. Und das ist doch wunderbar! Es macht das Leben so aufregend, füllt es mit Überraschungen und gibt dir die Chance, jeden Tag als jemand anderes aufzustehen, sofern du diese Einladung annimmst. Bedauere nicht, dass es anders kommt als geplant. Sieh es als kleine Ausflüge im Alltag, die das Leben dir schenkt. Verändere zwischendurch deine Alltagsroutine: Fahr heute mal auf einem anderen Weg zur Arbeit, besuche morgen mal ein Rockkonzert statt der klassischen Oper und wähle übermorgen mal ein anderes Restaurant, um ein neues Gericht auf der Speisekarte auszuprobieren. Hab Vertrauen in deine Fähigkeiten und deine kleinen und großen Träume. Bleib neugierig (Prinzip: stay hungry, stay foolish) und offen für die Überraschungen, die das Leben dir schenkt. Sie sind nicht immer in Glitzerfolie verpackt, aber ihr Inhalt bringt dich auf jeden Fall weiter oder zumindest mal woanders hin. Diese Momente der Ungewissheit bringen dich nämlich an ungesehene Orte mit schöner Aussicht, an denen du dich selbst wiederfinden wirst. Diese Abzweigungen und Umwege auf deinem Lebensweg werden irgendwann einen Sinn für dich ergeben. Steve Jobs hat dazu einmal etwas ziemlich Überzeugendes gesagt, nämlich, dass wir die Punkte unseres Lebens erst im Nachhinein miteinander verbinden können – nicht schon im Voraus. 

3. Lerne für dich selbst einzustehen (ohne andere dabei vor den Kopf zu stoßen).

Du musst niemandem etwas erklären und du musst dich für nichts rechtfertigen. Das ist unsere gemeinsame Basis, auf der wir uns begegnen. Du kannst denken, machen, mögen, hoffen, glauben und fühlen, was du willst. Du kannst dies leise oder laut tun. Und du kannst es selbst dosieren.
Nur eines ist dabei wichtig: Kommunikation. Trau dich, ein Problem oder einen giftigen Gedanke, der zu einem Problem heranwächst, anzusprechen. Ehrlich und direkt bei dem richtigen Adressaten. Das ist nicht immer einfach, aber definitiv ohne all die Umwege und ohne schmerzhafte Missverständnisse. Bevor du Unmengen an Ballast anhäufst und irgendwann gebeugt durch deine Stadt gehst, sprich‘ für dich. Sag, was dich stört und frag nach, wenn du etwas nicht verstehst. Es gibt nichts Quälenderes als die gedanklichen Gewaltfantasien in unserem Kopf. Probleme oder Missverständnisse lösen sich oft viel schneller in Luft auf, wenn man den Mut hat, sie beim Namen zu nennen.

4. Fühl dich wohl in deiner eigenen Haut.

Hör endlich auf damit, dich vor den neugierigen Blicken der Welt zu verstecken. Hör auf damit, dich ständig mit angeblich schöneren/schlaueren/schlankeren/… Menschen zu vergleichen. No one is you, and that is your power. Du bist einzigartig. Das ist deine Superkraft. Anstatt deine Eigenarten als Belastung oder Schwäche zu sehen, verfeinere sie. Bau‘ sie aus, verbessere sie, perfektioniere sie. Und lerne dabei von anderen. Beobachte und analysiere das, was sie haben, was du gern hättest. Was fasziniert dich daran? Und ansonsten vergleiche dich nur mit dir selbst und deinem gestrigen Ich. Alles andere entwickelt sich zu einem lebenslangen Kampf gegen dich selbst und den wirst du letztendlich verlieren.

5. Erwarte nichts von anderen.

Hab nur Erwartungen an dich selbst. Verlange mehr vom Leben und nutze jede Chance aus einem „Nein“ ein „Ja“ werden zu lassen. Aber verlass‘ dich dabei nicht auf andere. Es wird immer wieder passieren, dass dich andere versetzen, enttäuschen oder vergessen werden. Nicht, weil sie schlechte Menschen sind, sondern weil ihre Prioritäten mit deinen Erwartungen nicht übereinstimmen.

6. Geh nicht zurück zu vertrauten Menschen, die dir schon einmal wehgetan haben, nur weil du gerade nicht weißt, wie es weitergeht.

Du wirst neuen Menschen begegnen und sie werden besser sein als jene, die dir in der Vergangenheit wehgetan und dein Vertrauen missbraucht haben. Das ist die gute Nachricht (… es gibt keine schlechte). Jeder hat vielleicht das Recht auf eine zweite Chance. Aber niemals auf eine dritte, vierte oder hundertste. Einmal einen Fehler zu machen, ist menschlich. Aber daraus nicht zu lernen, ist dämlich. Und leider beim 2. Mal auch eine Entscheidung.
Deshalb lass‘ die Vergangenheit ruhen und hör auf, vor dem, was kommt, wegzulaufen. Du bist heute hier, weil es so gekommen ist. Und wäre es nur ein dummer Zufall oder ein dummes Missverständnis, dann wärst du heute nicht hier, sondern woanders. Ausreden zählen nicht. Sie entsprechen nicht der Realität und zögern deinen Entwicklungsprozess nur unnötig heraus. Hör auf damit, deine alten Wunden immer wieder aufzukratzen und dich dann darüber zu beschweren, dass sie bluten. Ich lebe seit Jahren nach folgendem einfachen Prinzip: „When the passt calls, let it go voicemail. It has nothing new to say.“ Und das hat sich immer wieder bewahrheitet.

7. Lebe nicht für den Applaus oder die Anerkennung anderer.

Die Meinung anderer – ob sie nun auf Beifall oder Kritik beruht – ist irrelevant. Vor allem ist sie nicht gleichbleibend. Sie kann jederzeit umschlagen und dich im schlimmsten Fall zerstören. Arbeite im Stillen und let your success be your voice. Solange dich eine Aufgabe mit Herzblut und Leidenschaft erfüllt, ist es vollkommen nebensächlich, was Außenstehende davon halten. Sie kennen deine Intention und dein Innenleben nicht. Sie sehen nur die äußere Fassade. Mach‘ deinen Wert nicht an der Beobachtungsgabe anderer fest. Viele täuschen sich und übersehen die leiseren Stimmen. Stattdessen solltest du auf dein Bauchgefühl hören oder auf die Ratschläge deiner Familie und engsten Freunde hören. Sie wissen am ehesten, was das Beste für dich ist, aber letzten Endes entscheidest du. Wir verlernen heutzutage auf unsere innere Stimme zu hören, weil sie viel zu oft von der lauten Außenwelt übertönt wird. All die klugen Ratschläge von Arbeitskollegen, Politikern, Zeitschriften, Vorbildern, Berühmtheiten usw. sind nicht automatisch auch gut für dich. Das weißt nur du. Zuviel Einflüsse von außen bringen dich von deinem Weg ab. Sei offen für fremde Meinungen, aber achte darauf, von was du dich beeinflussen lässt und verlier dich dabei nicht aus den Augen.

8. Lerne dich und andere zu akzeptieren.

Du bist immer gut genug und wirst es immer sein.
Wir alle tragen gebrochene Herzen mit uns herum und beherbergen traurige Schattenkinder in uns. So ist das, wenn man lebt. Ich habe im Laufe meines Lebens zwei Dinge gelernt:
[A.] Du kannst und darfst andere nicht verändern. Niemand anderes muss deiner Vorstellung entsprechen oder in dein Raster passen. Niemand muss deiner Idee entsprechen, die du von dieser Person hast. Deswegen ist es unsinnig, etwas in andere (ob nun negativ oder positiv) hineinzuprojizieren, was nicht da ist. Und es kostet viel zu viel Kraft, dich dafür andauernd selbst zu belügen. Dieses ewige überbewerten, leugnen und schönreden ist falsch. Der Mensch ist so wie er ist und du erkennst sein wahres Ich am besten an seinen Handlungen. Worte können gelogen, manipulierend oder geheuchelt sein. Taten hingegen verraten oft die wahre Intention und den wahren Charakter einer Person.
[B.] Es fühlt sich nicht gut an, für das gemocht zu werden, was man nicht ist. Deswegen macht dich dieses ganze zumunde reden, das gekünstelte Verstellen und diese „Sich-anpassen-müssen-Kultur“ nicht beliebter. Andere finden immer etwas, für das sie dich herabwerten oder verurteilen, wenn sie es wollen. Opfere nicht zuviel von dir, um von anderen geliebt zu werden. Versuch‘ du selbst zu sein. Hab den Mut, deine liebenswerten Ecken und Kanten zu offenbaren und gibt den Menschen eine Chance, dich kennen zu lernen. Authentisch sein ist das neue sexy. Fang an dich selbst zu lieben und alles andere kommt von allein.

9. Versuche nicht (über andere) zu urteilen.

Wir alle werden von unserer Umfeld beeinflusst. Uns wird von klein auf vorgelebt, wie wir uns an anderen  zu messen haben. Wir erleben es dauerhaft, dass ein Mensch über einen anderen herzieht, nur um sich selbst dadurch besser/stärker/mächtiger zu fühlen. Solche Vergleiche werden dich von innen auffressen. Du veränderst damit nicht das Leben der anderen, sondern dein eigenes. Klar, die Versuchungen sind da: auf der Arbeit, im Freundeskreis, online. Aber gib dich ihnen nicht hin. Sie schaden dir enorm. It’s not your business. Konzentriere dich stattdessen noch intensiver auf dich und dein Leben. Achte auf deine Worte, deine Handlungen, deine Ziele. Kill them with kindness. Darüber hast du die alleinige Kontrolle.

10. Hör auf, ständig zwischen den Zeilen zu lesen.

Denn ziemlich oft verlesen wir uns. Wir sind viel zu empfindlich und viel zu überaufmerksam geworden. Wir erahnen Dinge bei anderen, die ausschließlich in unserem eigenen Kopf abgehen. Oft entspricht unsere Vorstellung also nicht der Wahrheit. Lass die Spielchen, es verkompliziert das Leben ungemein. Fordere klare Ansagen ein und formuliere dein Anliegen klar und deutlich. Alles andere ist Haarspalterei.

11. Es ist okay, manchmal Angst vor der Zukunft zu haben.

Es gibt Menschen, die dich gewinnen, verlieren, aufsteigen oder fallen sehen wollen. Viele davon zerren an dir. Genauso wie die Angst, die dir in deine Träume reinreden will. Lass sie nicht die Oberhand gewinnen. Sie ist ein Wegweiser unter vielen, aber nicht richtungsweisend. Konzentriere dich auf dein Ziel. Finde deine Leidenschaft und folge deiner Intuition. Finde etwas, wofür du keine Ausreden suchst und fokussiere dich auf deine Herzensangelegenheiten. Und dann tu es so oft du kannst. Werde Experte auf diesem Gebiet und gestalte deine Zukunft selbst. Das ist der einzige Weg, erfolgreich zu werden.

12. Es ist okay Fehler zu machen, solange du aus ihnen lernst.

Wir alle bereuen etwas. Wir alle haben eine Vergangenheit, die uns dorthin gebracht hat, wo wir heute stehen. All die Hindernisse, die wir mühsam überwunden und all die Herausforderungen, die wir gemeistert haben. All die Momente, in den wir aufgeben wollten und dennoch weitergemacht haben. All die Fehler, die wir machen mussten, um zu lernen und all die Erfahrungen, die uns geprägt und gefestigt haben.
Du lernst aus Fehlern. Du entwickelst neue, kreative Herangehensweisen, du machst zufällige Bekanntschaften, aus denen eine Freundschaft erwachsen kann, du nimmst einen Umweg mit Aussicht oder schreibst Geschichten, die du später deinen Kindern erzählen kannst. Erfolg ist eine Aneinanderreihung von Fehlern. Eigentlich sollte man das Wort „Erfolg“ anders definieren, denn es es gibt kein richtig oder falsch im Leben. Es gibt nur ein „anders“. Geh‘ deinen eigenen Weg, mach deine eigenen Fehler und definiere Erfolg auf deine eigene Art und Weise.

… Und was ist mit dir? Welche Versprechen hast du dir gegeben? 🙂

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Ich bin tellyventure, ein inspirierender Lifestyle-Blog mit Herz und Verstand. Ich schreibe über wilde Abenteuer, täglich praktizierte Achtsamkeit, eine positive Lebensgestaltung, den Zeitgeist unserer Generation und interessante Menschen – also über die schönen und wirklich wichtigen Dinge im Leben.

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2 Comments

  • Stephi
    26. Dezember 2016 at 16:57

    Amen! Ich finde ein ganz toller Beitrag und das Meiste davon habe ich mir auch vorgenommen 😊 Ich drücke uns beiden die Daumen, das die Umsetzung nächstes Jahr dann auch gut klappt 😊

    Liebe Grüße
    Stephi von http://stephisstories.de

  • tellyventure
    tellyventure
    27. Dezember 2016 at 17:32

    Hey Stephi,
    danke für dein positives Feedback! 🙂 Das hoffe ich auch. Zumindest ist es gut, wenn man sich solche Dinge immer wieder bewusst macht! Liebste Grüße!

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