Creative Routines: Was du dir von den berühmtesten Kreativköpfen unserer Geschichte abgucken kannst.

Jeder Tag hat 24 Stunden und knapp ein Drittel davon verschlafen wir. 24 Stunden sind eigentlich eine Menge Zeit, obwohl es sich so oft nach weniger anfühlt. Aber doch sind es ganz nüchtern betrachtet 24 Stunden Zeit, um den Tag zu etwas Besonderem zu machen, um produktiv zu sein, um voranzukommen, um erfolgreich zu sein und um etwas zu bewegen – oder wie es so schön heißt: You have as many hours as Beyoncé.
Soweit bekannt. Aber wo fange ich an? Und vor allem: Wie fange ich an? Manchmal ist es schon eine riesige Herausforderung, überhaupt irgendwo anzufangen, wenn man einen schier unüberwindbaren Berg an Arbeit vor sich hat. Das kann ziemlich einschüchternd wirken.

RJ Andrews hat sich – angelehnt an das Buch Daily Rituals von Mason Currey – mit den Lebensgewohnheiten der kreativsten und einflussreichsten Persönlichkeiten aus der Vergangenheit beschäftigt. Sein Hauptaugenmerk liegt auf der Frage: Wie haben berühmte Kreative – Komponisten, Maler, Wissenschaftler, Schriftsteller, Philosophen – früher ihre Zeit eingeteilt, um möglichst produktiv an ihren herausragenden Werken arbeiten zu können?
Leider gibt es kein allgemein gültiges Patent-Rezept für einen optimal genutzten Tag, denn jeder Mensch hat seinen ganz eigenen Rhythmus im Arbeitsalltag. Es ist jedoch sehr interessant, seinen persönlichen Tagesablauf mit dem eines kreativen Genies zu vergleichen. Wer arbeitet tagsüber viel und wer ist nachts besonders aktiv? Wieviel Schlaf haben Mozart & Co. sich gegönnt und wo lag ihr persönlicher Schwerpunkt bei der Tagesplanung? Anhand solcher Creative Routines wird klar, dass einige der historischen Persönlichkeiten mehr exzentrische Angewohnheiten gepflegt haben als andere. Zum Beispiel zählte Beethoven jeden Morgen akribisch genau 60 Kaffeebohnen ab, aus denen er sich dann eine frischgebrühte Tasse Kaffee zubereitete. Außerdem nahm er sich immer die Zeit für einen 2-stündigen Spaziergang, stets gewappnet mit einem Bleistift und Notenpapier.
Wenn du glaubst, dein Tag sei durchgetaktet, dann sieh dir mal die morgendliche Routine des französischen Autors Victor Hugo an: „von einem lauten Knall geweckt“, nahm er erstmal ein kaltes, öffentliches Bad auf seinem Dach und zwischen seinen Arbeitszeiten stattete er dem Barbier jeden Tag einen Besuch ab.

Tägliche Rituale stärken unseren Charakter und verleihen unserem Tagesablauf eine feste Struktur. Solch eine Routine dient nicht nur der Orientierung, sondern verhilft auch zu mehr Produktivität, solange sie nicht festgefahren ist. Wenn man seine Zeit sinnvoll nutzt, tritt am Abend auch das wohltuende Gefühl ein, etwas geschafft zu haben. Nicht jeder dieser Rituale muss sinnvoll sein. Auch etwas völlig Sinnfreies und Durchgeknalltes kann unglaublich inspirierend für die Sinne sein.
Ich persönlich bin nachts am kreativsten. Dann, wenn sich die Welt um mich herum schlafen gelegt hat und mein Kopf laut denken darf. Und die besten Ideen kommen mir draußen in der Natur. Deswegen habe ich immer etwas zum Schreiben dabei. Egal, wo ich gerade bin. Wirklich immer. Weil ich jede Idee, egal, wann sie mich besuchen kommt, liebevoll willkommen heißen und ihr Beachtung schenken will.



7 Tipps, wie du deine nächste Kreativsession noch produktiver gestaltest

• Mach dir immer und überall Notizen, schreib’ alles auf und halte deine Ideen (auch unterwegs) fest.

• Finde deine optimale Arbeitszeit, in der du am kreativsten bist.

• Such’ dir einen Ort, wo du ungestört arbeiten kannst. Und sorge dafür, dass das auch so bleibt, in dem du z.B. dein Handy auf stumm schaltest oder ablenkende Push-Nachrichten deaktivierst.

• Gönn’ dir genügend Schlaf, um all’ die Reize von außen zu verarbeiten und deinen Akku neu aufzuladen.

• Mach’ dir die Hände schmutzig.

• Lerne zu priorisieren und zu allem „Nein“ zu sagen, was deine Kreativität negativ beeinflusst.

• Höre nie auf, ab und an etwas Neues auszuprobieren oder etwas anders als gewohnt zu machen.

Und nun die Frage an dich: Wie kannst du deine Zeit noch sinnvoller nutzen? Wann bist du am produktivsten? Hast du längst deine eigene Routine entwickelt?

tellyventure

Ich bin tellyventure, dein inspirierender Wohlfühlblog mit Herz und Verstand. Hier schreibe ich über Themen wie Mindfulness, Lebensfreude, Abenteuer und Selbstentfaltung – also alles rund um ein glückliches und bewusstes Leben.

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2 Comments

  • Melanie | Sunny Tuesday
    5. Juli 2018 at 9:06

    Hui, das mit dem genügend Schlafen „vergesse“ leider oft…

  • Melli
    6. Juli 2018 at 6:55

    Wie immer wundervoll 🙂 Ich habe oft Lust auf ganz verschiedene Dinge. Mal etwas malen, lettern, oder meine Stimmübungen, zum Sport oder was tolles backen. Etwas lesen. Mir fallen da reichlich Dinge ein. Wenn ich einen Tag ohne eine dieser Komponenten verbringe, bin ich unzufrieden. Darum baue ich zumindest einen Spaziergang ein 🙂

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