Kannst Du Dich daran erinnern, wer Du warst, bevor Dir die Welt gesagt hat, wie Du zu sein hast?

Vorher warst Du so programmiert, Dich immerzu als unwürdig und nicht gut genug zu fühlen. Du hast ständig versucht, Deine Person und Dein Leben zu „upgraden“. Deine Freunde, Deinen Job, Deine Gewohnheiten. Nichts war gut genug. Du gehörtest den anderen, wobei Du nicht einmal genau weißt, wer die anderen überhaupt sind, die Dich definiert haben. Du hast aufgehört, auf Deine innere Stimme zu hören, weil sie von den äußeren Einflüssen übertönt wurde. Anstatt von innen nach außen zu leben, hast Du immer nur von außen nach innen gehandelt. Du hast die Außenwelt wie eine klebrige Masse in Dich aufgesogen, bis alle Sensoren für Dein Bewusstsein deaktiviert wurden. Du konntest Deine Gefühle nicht mehr empfangen und entschlüsseln.

„Can you remember who you were, before the world told you who you should be?“
– Charles Burkowski

Doch dann passiert etwas, vielleicht nur etwas ganz Kleines, etwas völlig Unbedeutendes und es macht ***Klick***, nein besser noch, es macht ***Boom*** und Deine Sicht auf die Welt ist nicht mehr dieselbe. Es ist wie als wenn Du aus einem dunklen Tief auftauchst… wie, als wenn Du aufwachst nach einem langen Dornröschenschlaf und Dir verschlafen die Augen reibst. Wie fühlt es sich an, wenn Du das erste Mal loslässt und Dir erlaubst, nur Dir selbst zu gehören? All der jahrelang angehäufte Ballast fällt mit einem Mal von Dir ab. Du lässt die Schultern kreisen und blinzelst in die Sonne. Endlich findest du zu Dir selbst zurück und spürst ein wohliges „Nach Hause kommen“ im Bauch. Du fühlst Dich seit langem von allem unberührt und losgelöst. Du bist frei.

Das ist der Moment, der alles verändert.

Du schaust in den Spiegel und da bist nur DU.
Dein Augen, die nur Dich anschauen.
Deine Haut, die sich nach Dir anfühlt.
Dein Körper, in dem nur Du Zuhause bist.
Ein Du ohne Wut im Bauch.
Ein Du ohne Traurigkeit in den Augen.
Ein Du ohne Zweifel im Herzen.
Ein Du ohne bitteren Beigeschmack auf der Zunge.

Ist es nicht wunderbar befreiend, wenn der Knoten sich löst?
Du warst für eine Weile verschwunden, hattest Dich verlaufen, Dich verloren.
Nun bist Du wieder da. Willkommen zurück.

“I will not let anyone walk through my mind with their dirty feet.”– Mahatma Gandhi

Vielen Menschen macht Veränderung Angst, mir macht sie Hoffnung. Nichts bleibt ewig so, wie es ist. Überall geschieht Wandel. Veränderung ist konstant und birgt so viele wunderbare Möglichkeiten in sich. Morgen kann schon alles anders sein. Und Du kannst alles sein! Denn jeder neue Tage ist auch ein neues Leben. Deshalb bleib’ offen für Neues und bitte das Leben zur Tür herein. Du brauchst Dich nicht davor zu fürchten , wenn Dein Leben umgekrempelt wird. Woher willst Du überhaupt wissen, ob Dir die Uferseite, auf der Du gerade stehst, besser gefällt als die, zu der Du nun aufbrichst? Vielleicht erwartet Dich dort all‘ das, worauf Du schon lange hoffst. Und noch mehr.

Wann gab es in Deinem Leben so einen Moment, der Dich zum Umdenken bewegt hat? Welche Erkenntnis hat er Dich gelehrt? Erzähl‘ mir mehr & kommentier‘ diesen Beitrag!

tellyventure

Ich bin tellyventure, dein inspirierender Wohlfühlblog mit Herz und Verstand. Hier schreibe ich über Themen wie Mindfulness, Lebensfreude, Abenteuer und Selbstentfaltung – also alles rund um ein glückliches und bewusstes Leben.

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4 Comments

  • Katharina
    30. Januar 2019 at 15:43

    Wow! Was für ein wunderschöner Beitrag, der mich gerade mitten ins Herz trifft. Ich bin so lange und so doll überschwemmt worden von dem „wie ich sein soll, damit ich geliebt werde“, dass ich gar nicht gemerkt habe, dass es anders sein kann. Total unbewusst habe ich immer im Außen ausschau gehalten. Mein „Boom-Moment“ war die Frage eins sehr guten Freundes: „Was wäre, wenn du dir deine Lebensgeschichte ohne diesen schmerzhaften Teil erzählst?“. Mit einmal hat sich alles so leicht angefühlt und ich konnte die Kontrolle loslassen und mich kennen lernen. 🙂

  • tellyventure
    tellyventure
    5. Februar 2019 at 8:32

    Wunderschöner Kommentar, meine Liebe! Danke dir dafür – das tut gut zu lesen! <3

  • Barbara
    7. Februar 2019 at 22:47

    Ein wunderschöner Beitrag und ein wundervoller Blog. Ich werde definitiv öfter vorbei kommen und vermutlich auf Dauer alles nachlesen, was ich bislang verpasst habe. Bei mir hat sich das alles verändert, als ich vor knapp zwei Jahren merkte, dass ich nicht mehr alleine weiter komme, dass ich mich gänzlich verliere. Ich habe bei meinem Arzt um Unterstützung geben und dann meine Therapeutin gefunden, sie half mir zu verstehen was passiert und wo die Probleme liegen. Während der Therapie habe ich gemerkt, an was ich alles eigentlich arbeiten möchte und bin immer noch dabei den Knoten zu lösen, wie du es so schön geschrieben hast. Es war kein BOOM, vielleicht war es ein KLICK. Was auch immer es war, der Knoten fängt langsam an sich zu lösen und das ist das wichtigste. 🙂

  • tellyventure
    tellyventure
    15. Februar 2019 at 9:55

    Liebe Barbara, vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Ich hab mich mega darüber gefreut, dass du dich in meinem Beitrag wiedergefunden hast! Ich find’s spannend, wie andere mit dem Thema umgehen und freue mich über jedes noch so kleine „Klick“ und „Boom“! 😉
    Liebe Grüße an dich & hab einen schönen Tag!

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