Was bedeutet Kreativität für dich? | Interview

Vor ein paar Wochen habe ich ein sehr inspirierendes Interview mit Katharina von Soulfulempowerment geführt und ihr drei essentielle Fragen rund ums Thema Kreativität gestellt. Daraus ist dieser wunderbare Gastbeitrag entstanden.

Was bedeutet Kreativität für dich?

Kreativität ist eine unglaublich wertvolle Energiequelle in unserem Leben in Form von Freude, Halt, innere Stärke. Kreativität drückt sich in vielen Bereichen des Lebens aus und beschränkt sich nicht nur auf Malen, Singen oder Geschichten schreiben. Du musst nicht Leonardo DaVinci, Picasso,  Frida Kahlo, Madonna oder Will Smith sein um dich als kreativ bezeichnen zu dürfen. Was hast du als Kind gern gemacht? In welchen Momenten hast du die Zeit völlig vergessen und warst in deiner Welt vertieft? Vielleicht hast du etwas Neues erschaffen, als du Lego-Steine zusammengesetzt hast, vielleicht hast du gelesen und eine neue Geschichte in deinem Kopf gesponnen? Vielleicht hast du ein kleines Schiff aus Holz und Blättern gebaut und dabei zugesehen, wie es den Fluss herunter segelt. Was auch immer du als Kind gern getan hast – auch dies ist eine Form der Kreativität und steckt noch in dir.

In jedem Mensch schlummert diese verborgene Schöpferkraft.
Jeder Mensch ist kreativ.
Jeder.
Ja, auch du! Du hast es nur vergessen.

Kreativität zeigt sich schon in ganz alltäglichen Momenten des Alltags, denn Kreativität bedeutet bereits bestehende Informationen oder Elemente neu mit einander zu verknüpfen und daraus etwas Neues zu erschaffen. Kreativität bedeutet Schöpferkraft – und diese zeigt sich überall im Leben: welche Zutaten kombinierst du beim Kochen um einen neuen Geschmack zu erzeugen? Verzierst du den Salat noch mit Blüten? Wie dekorierst du deine Wohnung? Welche Bilder hängst du wie an die Wand? Welche Songs kombinierst du um eine Spotify-Playlist zu erstellen? Auch Sex ist eine Form von Kreativität, denn hier vereinen sich zwei Energien um neues Leben zu erschaffen.

Für mich persönlich ist Kreativität ein Ausdruck meiner Seele, meiner Weiblichkeit, meiner unbändigen Wildheit. Der kreative Schaffensprozess ist sinnlich, intuitiv und gefühlvoll und holt mich in den Moment, entschleunigt mich, erdet mich.  Kreativität ist das Verschmelzen von Yin und Yang – von hell und dunkel, Licht und Schatten, Geburt und Tod, Sanftheit und Stärke, Anspannung und Entspanntheit, Hass und Liebe, Furcht und Zuversicht.  Kreativität ist der Spielplatz meiner Seele, wo alles erlaubt ist.

Creativity is sharing a little bit of your soul with the world.

Was ist deine Lieblings-Kreativitätstechnik?

Du kannst bereits im ganz normalen Alltag deine Kreativität bewusster wahrnehmen und ausleben, indem du z.B. Gewürze neu miteinander kombinierst, Kleidungsstücke neu zusammenstellst. Zusätzlich dazu gibt es natürlich zahlreiche Techniken und Methoden um deine Kreativität zu aktivieren, zu stärken und sprudeln zu lassen. Ich persönlich habe zwei Lieblingstechniken, die sich sehr einfach in den normalen Alltag integrieren lassen. Die erste Technik hilft dir dabei, die Angst vor dem weißen Blatt zu verlieren, dich von deinem Perfektionismus zu lösen und den Kopf zu leeren. Die zweite Technik schult dein kreatives Auge und unterstützt dich dabei neue Ideen zu finden.

Denke daran: Kreativität ist ein Raum, in dem alles sein darf – ohne Erwartung, ohne Bewertung. Ein Spielplatz, auf dem du dich austoben darfst, dich neu entdeckst und entfaltest. Kreativität ist ein Ausdruck deiner tiefsten Gefühle und Fantasien.  Lass dich von deiner Intuition, deinem Unterbewusstsein, leiten. Vertraue auf deine Fähigkeiten, ohne zu bewerten. Gib deiner Neugierde Raum und experimentiere. Das was du erschaffst, machst du nur für dich – für niemand anderen. Du musst weder dir noch anderen etwas beweisen, noch musst du es bewerten! Sei liebevoll und geduldig mit dir selbst, ohne das Ergebnis zu bewerten. Habe Freude und erlaube deiner Seele sich auszutoben!

„Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat.“ – Einstein

1. Unconsciousness Writing:

Diese Übung mache ich sehr gern direkt nach dem Aufstehen, oder wenn mein Kopf voll ist mit zu vielen Ideen oder negativen Gedanken oder ich eine gedankliche Blockade habe.
Nimm dir mehrere weiße Blätter und fang an zu schreiben, ohne darüber nachzudenken. Lass deine Gedanken einfach fließen. Die Kunst dabei ist, den Stift möglichst nicht abzusetzen und die Wörter miteinander zu verbinden. Natürlich kannst du Satzzeichen machen, aber bei der Übung geht es darum deinem Kopf keine Zeit zu geben, nachzudenken, sondern dich auf den Fluss des Schreibens zu konzentrieren und allen Gedanken Raum zu geben, sich auszudrücken.  Um beide Hirnhälften zu aktivieren und auszubalancieren kannst du die Übung auch mit deiner nicht-dominanten Hand ausführen und beobachten, wie es dir damit geht und was dabei hochkommt.

2.  Creative Walking:

Ich liebe es mit meinem Handy loszuziehen und meine Umgebung aus einer neuen Perspektive zu erkunden. Ich nutzte mein Handy um Dinge aus ungewohnten Perspektiven zu fotografieren oder lasse mich von der Natur inspirieren und fotografiere Formen und Farben der Tiere und Pflanzen, die ich auf meiner Erkundungstour entdecke. Es inspiriert mich, bringt mich auf neue Gedanken und hilft mir Probleme auf einmal aus anderen Blickwinkeln zu betrachten und Lösungen zu finden. Auch diese Übung kannst du in deinen Alltag ganz einfach integrieren – nutze einen neuen Weg ins Büro und erkunde deine Umgebung: schau in den Himmel, betrachte die Fensterrahmen der Häuser, schau dir die Rinde von Bäumen ganz nah an, beobachte Ameisen auf dem Boden und nutze das Handy diese so normalen Elemente auf neue, kreative Weise zu fotografieren. Spiele mit dem Sonnenlicht, mit Schatten, usw.  Schalte dein Handy in dieser Zeit aber ganz bewusst auf Flugmodus, um nicht abgelenkt zu werden.

Eine kreative Übung für dich

Diese Übung regt dich zum Träumen und Fantasieren an. Überlege dir, was man alles an Menschen verbessern könnte. Und das ist nicht moralisch gemeint, sondern vielmehr ganz praktisch. Denke darüber nach, womit es für Menschen einfacher werden würde, das Leben zu bewältigen. Das könnten z.B. vier Arme sein oder ein paar Flügel o.ä. Lass den  Ideen freien Lauf. Am besten ist es, wenn du deine aufzeichnest. Das macht Spaß und fördert deine Kreativität noch mehr. Hier gibt es keine Lösung – sondern nur viele, viele verschiedene Ideen! Das gleiche kannst du  natürlich auch mit anderen Dingen machen, z.B. mit Autos, Schulen, Büros, Häusern.

→ Wer tiefer in das Thema Kreativität eintauchen möchte, dem empfehle ich das Buch How to think like Leonardo DaVinci.

Wir leben in einer Welt, in der alles immer häufiger online geschieht. In einer Welt, wo wir alles auf Knopfdruck haben können – egal ob ein Buch bei Amazon Kindle, eine Serie bei Netflix, ein Date bei Tinder, ein Gespräch mit Freunden am anderen Ende der Welt. Der kreative Schaffensprozess funktioniert jedoch nicht mit einem Klick, sondern braucht Zeit und Geduld, denn dann entsteht Magie und kraftvolle Energie.
Umso wichtiger ist es in meinen Augen wieder analog zu arbeiten, z.B. mit Stift und Pinsel, um sich zu erden, mit sich selbst zu verbinden – frei von äußeren Reizen und Einflüssen. In meiner Arbeit unterstütze ich Frauen dabei, ihre ganz eigene, wunderschöne Schöpferkraft zu entdecken und mit Hilfe von Kreativität ihre Weiblichkeit und Gefühle auszudrücken und ihre Intuition und Selbstliebe zu stärken– wild, frei und authentisch. 

LOVE,
Katharina

www.katharinathuerer.de

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Ich bin tellyventure, dein inspirierender Wohlfühlblog mit Herz und Verstand. Hier schreibe ich über Themen wie Mindfulness, Lebensfreude, Abenteuer und Selbstentfaltung – also alles rund um ein glückliches und bewusstes Leben.

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