MINIMALISMUS ALS LEBENSSTIL: WAS BEDEUTET DAS?

Was ist Minimalismus?

DEFINITION

Beim Minimalismus steht die subjektiv erlebte Lebensqualität im Vordergrund. Minimalismus ist FOKUS. Auf die Funktion, auf den Kern, auf den Zweck oder ganz einfach: auf das Wesentliche. Er schafft Ordnung, Organisation und Konzentration. Minimalismus bedeutet loslassen – egal, ob materielle Güter oder emotionale Bindungen – und frei sein. Deshalb befrei‘ dich von überflüssigen Dingen, die du nicht brauchst. Sei offen für kreative, tiefgehende Gedanken. Denn durch diese neuerkämpfte Unabhängigkeit, gewinnst du an Zeit. Wertvolle Zeit für persönliches Wachstum, für Produktivität, für Kreativität, für aufregende Aktivitäten, für interessante Hobbys, für unvergessliche Erlebnisse, für wichtige Erfahrungen, für emotionale Beziehungen und für neue Ideen.
Minimalismus vereinfacht das eigene Leben, in dem man sich auf seinen Lebensstil konzentriert und keine Ablenkung durch äußere Einflüsse zulässt. Leider bewertet die Gesellschaft, in der wir leben, Geld und Besitz völlig über. Wir wollen in allem immer noch schneller und effektiver werden, dabei leiden wir längst unter der dahinrasenden Schnelllebigkeit unserer Zeit. Viele fühlen sich beruflich überbeansprucht, denn der ständige Termindruck laugt sie aus. Hinzu kommt eine penetrant gesteuerte Reizüberflutung durch die Massenmedien, die uns Zeit und Muße für tiefgründigere Gedanken raubt und den Sinn für wahren Genuss vergessen lässt. Deswegen versucht der Minimalismus Alltagszwängen durch Konsumverzicht entgegenzuwirken und eine Alternative zur konsumorientierten Überflussgesellschaft zu schaffen (Quelle: wikipedia.de). Er beinhaltet eine aktive Auseinandersetzung mit den tatsächlichen Gründen des eigenen Konsumverhaltens und eine sorgfältige Überlegung bei jeder Anschaffung.

PHILOSOPHIE

Minimalisten kaufen lediglich Dinge, die einen Mehrwert in ihr Leben bringen. Sie konzentrieren sich auf die Dinge, die ihnen wirklich wichtig sind und beseitigen jene, die dem im Weg stehen. Das schafft Klarheit und hilft dabei, den Alltag neu zu strukturieren. Minimalisten arbeiten konzentriert, denken effektiv und bleiben fokussiert. Sie leben sparsam, aber sind deshalb nicht arm, sondern genügsam. Ich weiß als Minimalist den Wert meines Besitzes zu schätzen und bin trotzdem (geistig und finanziell) nicht von ihm abhängig. Ich hänge mein Herz nicht an Gegenstände, sondern verliere es an Menschen, an Tiere und an Orte. Ich strebe als Minimalist nach dem Maximum an Lebensfreude und Lebensqualität.
Dieser Weg zu einem erfüllteren Leben ist selbst-definiert und es gibt kein richtig oder falsch. Jeder Minimalist lebt ein von persönlichen Idealen geprägtes Leben nach seiner individuellen Vorstellung. Minimalismus ist ein Weg, kein Ziel. Ein Prozess, kein Zustand. Er bietet einem die Möglichkeit sein eigenes Leben langfristig zu beeinflussen, zu verändern und positiver zu gestalten. Er ist eine Lebenseinstellung, die auf verschiedenste Lebensbereiche anwendbar ist und Praxis erfordert. Mit der Übung fällt es einem immer leichter, sich von nutzlosen Besitztümern zu trennen und dadurch Platz für Neues zu schaffen, was man wirklich benötigt.
Der Grundgedanke ist folgender: Ich tue das für niemanden anderes, sondern ganz allein für mich. Minimalistisch zu leben führt mich zu wahrem inneren Reichtum. Ich lebe selbstbestimmt und erlebe daher alles um mich herum viel intensiver. Ich esse bewusster, ich spreche bewusster und ich kaufe bewusster. Ich spüre mich wieder selbst und kann endlich durchatmen!

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⇒ UMSETZUNG

Minimalismus bedeutet MEHR GELD, MEHR ZEIT, MEHR RUHE, MEHR FREUDE und WENIGER BALLAST.
Wenn du dich von dem Gedanken freimachst, anderen etwas beweisen zu müssen, und dich weniger mit materiellen Dingen beschäftigst, wirst du innerlich aufblühen und den Blickwinkel auf dein Leben verändern. Du wirst dich selbst aus einer anderen Perspektive kennen lernen und kannst dich dabei gleich neu erfinden. Doch zunächst solltest du deine Ausgangssituation kritisch und ehrlich hinterfragen.

1. Schritt:
Frag dich folgendes:
• Wofür lebe ich?
• Was ist mir wirklich wichtig?
• Worauf freue ich mich am Tag, am Abend oder am Wochenende?
• Was stresst oder überfordert mich?
• Welche Dinge tue ich nur aus Gewohnheit?
• Welche Dinge verbrauchen nur Zeit ohne wirklichen Gewinn?
• Welche Verpflichtungen (Mitgliedschaften, Freundschaften, private Projekte, Hobbys o.ä.) fühlen sich wie eine Last an?
• Wovon wollte ich mich schon lange trennen, habe mich aber bisher nicht getraut?

2. Schritt:
Fang an die neugewonnenen Ressourcen wie Raum und Zeit so zu nutzen, dass sie den größtmöglichen, positiven Effekt auf dein Leben haben. Denn dieser Raum und diese Zeit müssen nun mit neuer Substanz gefüllt werden. Erkenne deine Träume und Wünsche, setze dir Ziele und lebe deine Leidenschaften frei aus!

3. Schritt:
Setze Grenzen.

4. Schritt:
Fang an dir Zeit für’s Nichtstun zu reservieren! Nimm dir an manchen Tagen nichts vor und fülle die Zeit mit schönen Dingen, die dich glücklich machen.

Wie Janosch mal gesagt hat:
„Der Margarinier sammelt keine Reichtümer. Er will nichts besitzen, damit er die Hände frei hat zum Leben. Er braucht nur das, was er braucht, und weil er fast nichts braucht, hat er alles, was er braucht, auch dann, wenn er fast nichts hat. Dadurch ist er glücklich.“

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Ich bin tellyventure, ein inspirierender Lifestyle-Blog mit Herz und Verstand. Ich schreibe über wilde Abenteuer, täglich praktizierte Achtsamkeit, eine positive Lebensgestaltung, den Zeitgeist unserer Generation und interessante Menschen – also über die schönen und wirklich wichtigen Dinge im Leben.

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