SCHRITT FÜR SCHRITT ZUM PERSÖNLICHEN „MISSION STATEMENT“.

Ein Mission Statement als Wegweiser

Hast du das Gefühl, deine Vision aus den Augen verloren zu haben oder bist du beim Bloggen vom Weg abgekommen? Fehlt dir der Blick für das große Ganze oder verlierst du dich immer öfter in Einzelheiten? Brauchst du einen neuen Motivationskick, um die Freude am regelmäßigen Schreiben nicht zu verlieren?

Dann ist es Zeit für ein Mission Statement. Ein Mission Statement bewahrt dich nämlich davor, allzu politisch zu werden, wenn du eigentlich über Mode schreibst. Es zwingt dich weiterzumachen, auch wenn trotz großer Anstrengung kaum Traffic zu vermerken ist und du vor lauter Frust eigentlich alles hinschmeißen willst. Ein Mission Statement sagt dir, wer du bist und warum du irgendwann einmal damit angefangen hast. „When you want to give up, remember why you started.“

Ein Mission Statement sagt dir, WIE du dort hinkommst, wo du einmal sein willst. Und das möglichst erfolgreich und ohne großen Umweg. Es definiert sowohl die Absicht als auch das Ziel deines Projektes. Es beantwortet natürlich auch die Frage, was du anders machst als andere. Worin unterscheidest du dich von allen anderen Bloggern? Und was hast du mit denen aus deiner Nische gemeinsam?

Ein Mission Statement ist ein beharrlicher Wegweiser Richtung Zukunft. Es führt dich durch Krisen und erinnert dich immer wieder daran, wer du (nicht) bist und wo du hin möchtest. Es ist ein verlässlicher Kompass, der dich davor bewahrt vom Weg abzukommen oder deine Ziele aus den Augen zu verlieren.

Besonders beim Bloggen ist es wichtig, seine eigene Themenauswahl begrenzt zu halten, denn wir alle könnten doch über alles schreiben. Oft entscheidet eine durchdachte Sammlung aus authentischen Themenbereichen darüber, ob es ein Blog schafft, sich eine feste Leserschaft aufzubauen oder eben nicht.

Nun fragst du dich bestimmt, wo du anfangen sollst. Ein Mission Statement ist nach innen gerichtet. Du musst es nicht veröffentlichen oder überhaupt jemandem zeigen. Es hängt über deinem Bett oder liegt in einer Schublade, wo du es jederzeit herauskramen kannst, um dich an die Grundwerte deines Blogs zu erinnern. Es dient dir zur Identitätsfindung und bietet Orientierung. Um genau zu wissen, wer du bist und wer du in Zukunft sein möchtest, brauchst du vorher festgelegte Werte und Richtlinien. IKEA ist ein gelungenes Beispiel, denn deren Philosophie sieht folgendermaßen aus:

“Ein besserer Alltag für die vielen Menschen. Das ist die Seele von IKEA: Viel mehr als irgendein Schild, das im Büro hängt. Es ist das, wofür unser Herz schlägt. Und es ist das, was uns antreibt – bei allem was wir tun.
Jedes einzelne Möbelstück, das wir entwerfen, muss sich daran messen lassen: Macht es den Alltag besser? Wird es damit einfacher, Gäste zu bewirten? Sorgt es dafür, dass das Abendessen schneller auf dem Tisch steht? Wenn ein Möbelstück das nicht kann, wenn es nicht im Alltag besteht, dann wirst Du es bei IKEA nicht finden. Ganz gleich, wie toll ein Design auch sein mag – für uns ist es nutzlos, wenn es sich die Menschen nicht leisten können. Darum arbeiten wir so hart daran, unsere Preise immer weiter zu senken. Wir wollen, dass so viele Menschen wie möglich eine qualitativ hochwertige Matratze, das richtige Bücherregal oder auch nur die perfekte Vase zu Hause haben können – und immer noch Geld übrig haben für alles andere, was das Leben ausmacht. Denn wer den vielen Menschen einen besseren Alltag schaffen will, muss zunächst eins verstehen: Es gibt im Leben mehr als Möbel.”

 

Wie formuliere ich ein Mission Statement?

Mithilfe dieser acht Fragen findest du heraus, was deine Basis ist und wofür dein Blog steht. Versuche sie mit möglichst kurzen Sätzen sehr genau zu beantworten.

Die 8 Kernfaktoren für ein Mission Statement:

1. Warum bloggst du?

2. Welche Fragen stellst du und welche beantwortest du?

3. Was bietest auf auf deinem Blog an (Tipps, Inspiration, Ideen, Produkte, …)?

4. Über was schreibst du? Und warum?

5. Über welche Kanäle erreichst du deine potenziellen Leser (social media, etsy, networking usw.)?

6. Wer liest deine Blogbeiträge? Und was für Leser wünschst du dir?

7. Welche Blogger inspirieren dich? Und warum?

8. Was für ein Image möchte ich erzeugen (unterhaltsam, informativ, lustig, sehr persönlich usw.)?

 

Nimm dir genug Zeit diese acht Fragen zu beantworten.
Nun, lass uns einen Blick auf deine Antworten werfen.

1. Deine Motivation für’s Bloggen → beantwortet mit Frage 1-3

2. Deine Zielgruppe → beantwortet mit Frage 4-6

3. Was du werden möchtest (orientiert an anderen Bloggern) → beantwortet mit Frage 7

4. Deine Methode → beantwortet mit Frage 8

 

tellyventure_blog-mission

 

Herunter gekürzt auf vier essentielle Fragen bedeutet das:

1. WARUM?

2. FÜR WEN?

3. WAS?

4. WIE?

Ein Mission Statement besteht aus 1-3 Sätzen. Fass dich also kurz. Je kürzer es formuliert ist, desto merkfähiger ist es. Schreibe dein Mission Statement in einer klaren, direkten und ehrlichen Sprache. Du kannst dabei ruhig nach den Sternen greifen und nach hoch gesteckten Zielen streben. Es ist auch nicht in Stein gemeißelt, du kannst es gelegentlich neu anpassen. Aber benutzte deine Worte. Du brauchst niemanden zu beeindrucken. Es geht hier nur um dich und deine Mission. Es ist der stille Kern deines Projektes und entwickelt sich zu einem Leitgedanken, der sich über die Jahre hinweg immer stärker herauskristallisiert.

Bsp.: Ich schreibe über __________________ um _________________ zu _______________ weil ____________________.

→ HIERMIT kannst du dein persönliches MISSION STATEMENT erstellen.  ←

Erst wenn du weißt, wer deine Leser sind und was sie wirklich bewegt, wirst du dich in ihre Herzen schreiben. Du hast die Möglichkeit deine Absichten mithilfe eines Mission Statements klar zu benennen, um dadurch deine Ziele konzentriert zu verfolgen. Bleib auf deinem Weg. Hinterfrage Themen, Projekte und Ideen, die dir in den Kopf kommen. Sortiere auch mal aus und bleib konsequent bei deiner thematischen Ausrichtung. Ansonsten verlierst du dich in belanglosen Texten über belanglose Themen und wirst zu einem belanglosen Allerweltsblogger. Wichtig ist, Leser mögen Struktur und verlangen auch danach, um eine Verbindung zu dir aufbauen zu können. Verwirrung oder Chaos verschreckt sie.
Deshalb fokussiere dich auf die Identität deines Blogs und auf das Wesen deiner Leserschaft. Bestenfalls wird sich dein Mission Statement ab sofort in der Auswahl deiner Themen, in den einzelnen Blogbeiträgen und in deinem Design widerspiegeln.

 

 

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Ich bin tellyventure, ein inspirierender Lifestyle-Blog mit Herz und Verstand. Ich schreibe über wilde Abenteuer, täglich praktizierte Achtsamkeit, eine positive Lebensgestaltung, den Zeitgeist unserer Generation und interessante Menschen – also über die schönen und wirklich wichtigen Dinge im Leben.

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