SOBALD DU DICH ENTSCHEIDEST, BIST DU FREI.

Wir fürchten uns davor, eine (falsche) Entscheidung zu treffen, weil wir Angst haben:

· Angst vor Verantwortung

· Angst vor Fehlern

· Angst vor Ablehnung und

· Angst vor Kritik

· Angst vor (negativen) Konsequenzen

· Angst zu versagen.

Wir haben Angst mit einer falschen Entscheidung leben zu müssen, aber vergessen dabei oft, dass unser „sich-nicht-entscheiden“ auch Konsequenzen hat. Dass sich nämlich nichts (zum Positiven) verändert und alles beim Alten bleibt, wenn wir versuchen, wichtige Entscheidungen herauszuzögern oder zu umgehen. Ich bin super im Prokrastinieren. Ich schiebe manche Dinge solange vor mir her, bis sie sich in einen dicken, harten Klumpen verwandelt haben, der in meine Magenwand drückt. Ich wäge dann ab, überlege hin- und her und betrachte eine Situation von allen Seiten. Ich hole mir Meinungen anderer ein, durchlebe mental alle möglichen Szenarien und berücksichtige jede noch so kleine, eventuelle Gefahr. Was denken die anderen? Welchen Eindruck macht das? Mein Gehirn arbeitet auf Hochtouren, trotzdem entscheide ich am Ende mit dem Bauch. Jeder noch so gut gemeinte Rat eines anderen, erlöst dich nicht, solange du keine eigene Entscheidung triffst. Sich nicht zu entscheiden kann nämlich bedeuten, dass wir ohnmächtig in einer Situation verharren, die uns unglücklich macht und dass wir nicht vorwärts kommen, sondern stillstehen. 

„Wenn du eine Entscheidung treffen musst und du triffst sie nicht, ist das auch eine Entscheidung.“ – William James

Anstatt dich von der Stimme in deinem Kopf verunsichern zu lassen, frag‘ dich mal ganz nüchtern, welche Bedeutung deine Entscheidung und dessen Konsequenzen hat. Auf dich, auf dein Umfeld und auf die Menschen, die dir wichtig sind. Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Könntest du damit leben? Wofür entscheidest du dich: Vertrauen oder Kontrolle? Ordnung oder Chaos? Nähe oder Distanz?

Ich glaube, um eine kluge Entscheidung zu treffen, ist es oft notwendig, nicht drumherum, sondern mittendurch zu laufen. Manchmal genügen ja schon erste, kleine Schritte in die richtige Richtung. Selbst wenn sich eine deiner Entscheidungen, die du im Laufe deines Lebens triffst, als falsch erweist, tröstet der Gedanke, dass sich Fehler häufig im Nachhinein noch korrigieren lassen. Entscheidungen können modifiziert werden. Sie sind wertvolle Lernerfahrungen, sie ebnen deinen Lebensweg und führen dich trotzdem dorthin, wo du einmal sein willst. Auch wenn du auf dem Weg zu deinem Ziel mal anders abbiegst. Dass Entscheidungen ihre Wirkung erst in der Zukunft entfalten, können wir nicht ändern. Wir müssen sie im Hier und Jetzt treffen, auch wenn wir ihre unmittelbaren Ergebnisse erst in unabsehbarer Zeit spüren werden. Wir müssen im Leben improvisieren und oft schnell auf unerwartete, unvorhersehbare Impulse reagieren. Und je klarer wir dabei das Bild unseres Glücks vor Augen haben, desto effektiver handeln wir. Entschiedenheit bedeutet nämlich, Alternativen auszuschließen, bewusst zu wählen und danach zu handeln. 

  • Wähle deinen persönlichen Weg intuitiv.
    Es gibt keinen allgemeingültigen Weg – also auch kein richtig oder falsch. Manchmal stellt sich das Falsche im Nachhinein als richtig oder als eine wertvolle Erfahrung heraus. Und ein anderes Mal entpuppt sich das vermeintlich Richtige als Enttäuschung, mit der wir fertigwerden müssen.
    Deshalb blende in solchen Situationen die Erwartungen anderer aus! Wir denken viel zu oft in vorgefertigten Mustern, wie unser Leben zu verlaufen oder unser Lebenslauf auszusehen
     hat. Der eigene Lebensweg ist (zum Glück!) keine gerade Linie. Wie langweilig und vorhersehbar wäre unsere Reise ohne all die aufregenden Abzweigungen und Abenteuer, die uns passieren, weil wir sie nicht geplant haben. Was wäre ein Leben ohne die unvernünftigen und durchgeknallten Ideen oder die spontanen Mutausbrüche, die uns an ungeahnte Orte führen. Die Aussicht ist dort doch am schönsten! Deswegen solltest du einen Weg wählen, der sich für dich richtig anfühlt. Vertrau‘ öfter auf dein Bauchgefühl! Dreh‘ deine innere Stimme laut auf! Und hör ihr gut zu. Nur sie weiß, was für dich das Richtige ist.
  • Dein Leben besteht nicht aus entweder-oder.
    Vergiss‘ mal das entweder-oder. Entscheide dich lieber für ein und. Manchmal lassen sich Dinge ganz einfach miteinander vereinen, ohne dass du ein anderes dafür aufgeben musst. Versuch‘ einen unkomplizierten Weg zu finden, die Dinge, auf die du deinen Fokus legst, miteinander zu verbinden (z.B. durch ein gut-durchdachtes, alltagstaugliches Timing).
  • Entscheide selbst über die Gewichtung.
    Was ist dir wirklich wichtig? Das hängt natürlich von deiner aktuellen Situation ab und kann sich jederzeit ändern. Sei wandelbar und bleib flexibel. Finde heraus, was sich für dich gut anfühlt und handle danach. 

Hier folgt nun das passende Entscheidungshelfer-Worksheet:

 

 

 

 

Titelbild/Quelle: Designed by Evening_tao / Freepik

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Ich bin tellyventure, ein inspirierender Lifestyle-Blog mit Herz und Verstand. Ich schreibe über wilde Abenteuer, täglich praktizierte Achtsamkeit, eine positive Lebensgestaltung, den Zeitgeist unserer Generation und interessante Menschen – also über die schönen und wirklich wichtigen Dinge im Leben.

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