Jeder Sturm und jeder Wind zeigt uns mehr wer wir sind.

“And once the storm is over, you won’t remember how you made it through, how you managed to survive. You won’t even be sure, whether the storm is really over. But one thing is certain. When you come out of the storm, you won’t be the same person who walked in. That’s what this storm’s all about.” ― Haruki Murakami

2017 war stürmisch, unvorhersehbar und hat vieles verändert. Das bringt mich zurück zu Murakamis Worten. Wenn der Sturm vorüber ist und dich aufgewühlt zurücklässt, wirst du dich vielleicht nicht mehr genau daran erinnern, wie du das Chaos überstanden oder wie du überhaupt überlebt hast. Vielleicht kannst du dir nicht mal sicher sein, dass er wirklich vorbei ist. Ganz egal, was passiert, eines ist sicher: Hinterher wirst du nicht mehr dieselbe Person sein. Und das ist es, was diese „Lebensstürme“, die unsere perfekte Lebensplanung ungefragt durcheinander wirbeln, ausmacht. Einige von ihnen zerzauseln uns das Haar, andere haben ein weitaus ungestümeres Wesen und lassen uns taumeln. Die schlimmen Stürme zerren an uns und schmeißen uns um. Aber jeder dieser Stürme zieht irgendwann vorüber. Dann liegt es an uns, das Chaos wieder auszuräumen, die Scherben neu zusammen zu setzen und weiter zu kämpfen. Mit jedem Sturm lernen wir dazu und wachsen über uns hinaus.

Wenn ich auf 2017 zurückblicke, sehe ich viele traurige Stunden, in denen ich mit mir selbst gehadert und alles bis dahin Feststehende hinterfragt habe. Ich sehe wunderbare Menschen, die von unheilbarer Krankheit heimgesucht wurden, viel zu kurze Leben, die zu Ende gingen und traurige Abschiede, vor denen ich mich schon sehr lange gefürchtet habe. Ich sehe leider auch unzählige quälende Stunden des Selbstzweifels und schwierige Entscheidungen, die ich treffen musste. Dazu kommt eine ziemlich schlechte Work-Life-Balance und ganz viel lähmende Dunkelheit.
Aber ich sehe auch Momente voller Mut, Hoffnung und Leichtigkeit, in denen ich meinem Bauchgefühl gefolgt bin und mich lebendig gefühlt habe. Ich sehe z.B. meinen Jobwechsel, den ich mir mühevoll erkämpft habe und dessen Herausforderungen mir neues Selbstvertrauen geschenkt haben. Ich sehe die Freude an meinem Beruf, die ich endlich wiedergefunden habe und durch die sich mein Alltag wieder soviel bunter gestaltet. Ich sehe ehrliche Gespräche, die ich mit mir selbst führen musste und Augenblicke der Dankbarkeit (für all‘ das, was mir in diesem Leben geschenkt wird). Und ich sehe die Erfüllung eines großen Traums, nämlich mir einen eigenen Hund anzuschaffen – Jekyll, meinen kleinen flauschigen Lebensgefährten, der mir so unendlich viel zurück gibt.

Was für Stürme hast du in 2017 überlebt? Durch welche düsteren Täler bist du gewandert? Welche persönlichen Berggipfel hast du aus eigener Kraft erklommen? Was hast du durchgestanden und wie hat es dich verändert? Wer bist du heute, im Vergleich zu dem Menschen, der du früher einmal warst?

Erzähl mir von deinen Lebensstürmen. ♥
(Und wie du geworden bist, was du bist.)
tellyventure

Ich bin tellyventure, dein inspirierender Wohlfühlblog mit Herz und Verstand. Hier schreibe ich über Themen wie Mindfulness, Lebensfreude, Abenteuer und Selbstentfaltung – also alles rund um ein glückliches und bewusstes Leben.

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1 Comment

  • Paleica
    12. Januar 2018 at 11:57

    was für ein wunderschöner text. zu werden, was und wer man ist ist ein thema, das mich auch grade sehr sehr stark beschäftigt. übrigens finde ich dein zuhause hier so schön, dass ich tatsächlich mein theme geändert habe, weil ich gemerkt habe, wie gern ich in dieser struktur lese. wunderbar hast du es hier.

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