WER BIST DU, WENN DU OBEN ANGEKOMMEN BIST?

Es gibt ein Zitat, über das ich in letzter Zeit viel nachgedacht habe. Es stammt aus der sechsten Staffel von Grey’s Anatomy. Die großartige Shonda Rhimes hat es Meredith in den Mund gelegt.

„They take pictures of the mountain climbers at the top of the mountain. They are smiling, ecstatic, triumphant. They don’t take pictures along the way cause who wants to remember the rest of it? We push ourselves because we have to not because we like it. The relentless climb, the pain and anguish of taking it to the next level – nobody takes pictures of that, nobody wants to remember, we just want to remember the view from the top, the breathtaking moment at the edge of the world. That’s what keeps us climbing and it’s worth the pain, that’s the crazy part. It’s worth anything.“ – Meredith Grey

Mich hat dieses Zitat sehr berührt, weil soviel harte Wahrheit in diesen Zeilen steckt. Wir fotografieren uns immer erst am Ziel. Wir feiern nur unsere Erfolge, aber nicht die kleinen Schritte zwischendurch, die uns unsere letzte Kraft abverlangen.

Warum halten wir so selten unsere schwierigen, dunklen Momente fest? Sie sind doch der bessere Beweis dafür, was wir alles je gemeistert haben? Sie zeigen uns die Realität, wie es wirklich ist, zu kämpfen. Sie halten unsere Emotionen während dieses einen Moments fest und dokumentieren unseren selbst gewählten Weg zum Ziel.
Es sind die hässlichen, schweißtreibenden, angstverfüllten Momente, in denen wir mit uns selbst gerungen haben, auf die wir stolz sein sollten. Sie zeigen unsere wahre Stärke, unseren eisernen Willen und die Ausdauer und Disziplin, die uns ans Ziel geführt haben. Es sind die unbeobachteten, düsteren und einsamen Momente, in denen wir geflucht, geschrien und gezweifelt haben, die uns trotzdem weitermachen ließen.

Wie oft lassen wir uns von den perfekt inszenierten Erfolgen anderer blenden und vergleichen deren Endziel mit unserem Startpunkt? Wir oft lassen wir uns von geschönten Bildern, denen die Substanz fehlt, täuschen? Es geht immer nur um das perfekte Bild. Dann, wenn der Sturm vorbei ist und die zerzausten Haare wieder gebändigt wurden. Dann, wenn die durchschwitze Kleidung gewechselt und das Make-Up nochmal aufgefrischt wurden. Erst dann – und nur dann – lassen wir uns ablichten. Das ist unser persönlicher Berggipfel. Unser Moment des Triumphes – glauben wir zumindest.
Doch was diesen Fotos fehlt, ist Tiefe… und Authentizität.

Ich wünsche mir mehr solcher ungeschönten Bergsteigerfotos. Ehrliche Aufnahmen, auf denen der Betrachter deine Seele kennen lernt. Solche von unterwegs, denen Magie innewohnt und deren zarte Poesie sich nur entfalten kann, weil sie echt sind. Solche, die mir von deinem Erlebnis erzählen und mich nicht mehr loslassen.



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Deine tellyventure ♡

tellyventure

Ich bin tellyventure, ein inspirierender Lifestyle-Blog mit Herz und Verstand. Ich schreibe über wilde Abenteuer, täglich praktizierte Achtsamkeit, eine positive Lebensgestaltung, den Zeitgeist unserer Generation und interessante Menschen – also über die schönen und wirklich wichtigen Dinge im Leben.

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